Tensiometer-Technik

Tensiometer und andere Bodenfeuchtesensoren

Tensiometer messen mit der ‚Saugspannung‘ im Tensiometerrohr die Verfügbarkeit des Wassers im Boden, so, wie der Boden in seinen Kapillaren das Wasser festhält. Dazu saugt der trockenere Boden über die poröse Tonzelle Wasser heraus – das Rohr ist mit Wasser gefüllt – und es entsteht der Unterdruck. Ist der Boden nach dem Gießen nass, saugt die Tonzelle das Wasser wieder zurück.

Diese Messung ist für die Pflanzen von Bedeutung, weil die Wurzeln die gleiche Kraft aufbringen müssen, um das Wasser aus dem Boden zu entnehmen. Ist viel Wasser vorhanden, entsteht ein niedriger Messwert, zum Beispiel 50 hPa. Umgekehrt zeigt sich bei wenig Wasser und möglicherweise noch bei einem sehr feinporigen Boden, zum Beispiel einem lehmigen, ein recht hoher Wert, etwa 500 hPa. Hier können manche Pflanzen das Wasser nicht mehr nutzen, weil es zu stark festgehalten wird. Das passiert in meist lockeren Blumenerden nicht, das Wasser kann leichter aufgenommen werden.

Demgegenüber messen die meisten elektrischen Bodenfeuchtesensoren den gesamten Wassergehalt des Bodens, egal wie stark das Wasser festgehalten wird. Dabei werden die Messwerte in Prozent vom Volumen angegeben – die Sensoren heißen ‚Volumensensoren‘ -, hohe Werte entsprechen einem hohen Wassergehalt. Die besseren Sensoren prüfen dabei die Durchlässigkeit des Bodens für ein elektrisches Feld, diese ist vom Wassergehalt abhängig.

Volumensensoren sind im Gartenboden gut geeignet, sie brauchen einen guten Bodenkontakt. In sehr lockeren oder körnigen Substraten reagieren sie oft anders. Aber nicht immer ist der tatsächliche Wassergehalt wichtig, oft genügt die Trendanzeige zwischen trocken und feucht. Volumensensoren sind wartungsfrei und je nach Ausführung sehr stabil.

Tensiometer haben in den Blumenerden und speziellen Substraten ihre Vorteile, sie messen auch noch bei lockerem Bodenkontakt und besonders gut im feuchten Bereich. Gelegentlich muss die Wasserfüllung kontrolliert werden, der Tonkegel ist sorgfältig zu behandeln.

Tensiometer bestückt mit Digital-Manometer entsprechen dem Original Blumat Digital, jedoch wird hier dieser Digitalkopf mit professionellen Tensiometer-Unterteilen in unterschiedlicher Länge und Ausführung kombiniert.

Anwendung: Messung der Bodenfeuchtigkeit in großen Kübelpflanzen oder auch für Solitärpflanzen im Wintergarten, oft in den gängigen Längen mit 34 oder 44 cm.

Dabei ist oft auch eine gezielte Bewässerung von Hand nach den gewünschten Feuchtigkeitswerten vorgesehen, zum Beispiel in bestimmten Pflanzensammlungen.

Einfache Bewässerungssteuerung, tensiometer-geführt mit Direktschaltung eines Magnetventils

Anwendung: Steuerung einer Tropfbewässerung für Wintergartenbeete, Außenbeete in Hausnähe, einheitliche, größere  Balkonbepflanzungen; Stromanschluss erforderlich.

Steck-Tensiometer bestückt mit elektronischen Drucksensoren messen ständig die Saugspannung des Bodens und überwachen damit die Bodenfeuchtigkeit.

Die Sensoren eignen sich zum Beispiel für die Bewässerungssteuerung im Rahmen einer Hausautomation, sie liefern ein analoges Signal mit 0-2,5 V oder 4-20 mA und werden mit 12 oder 24 V versorgt.

SensorMatic 15 ist ein Schaltmodul mit Batteriebetrieb, alternativ auch Netzbetrieb, zur Steuerung einer Tropfbewässerung über ein Impuls-Magnetventil oder Standardventil, geführt von einem oder zwei wartungsfreien Bodenfeuchtesensoren SMT 50, die den Wassergehalt des Bodens überwachen.

Es ist ein Gerät, das über eine austauschbare Firmware mit zwei Programmen arbeitet, aber gezielt nicht über PC eingestellt wird. Bewässerungsdauer und Feuchteniveau werden mehrstufig per Schalter vorgewählt, die Bewässerung wird überwacht, sie ist auch von Hand auslösbar, auch die aktuelle Feuchtigkeit lässt sich überprüfen.

Bitte berücksichtigen Sie, das wir unsere Informationen zu Tensiometer & Co. zur Zeit überarbeiten und diese daher nicht vollständig auf der Webseite abgebildet werden. Bei Interesse wenden Sie sich einfach per Mail an uns.